Plenum Klasse Rosa Barba

29.10 Plenum (online)  10-13h und Einzelgespräche
 
 
5.11 Einzelgespäche (online)
 
 
12.11 Plenum an der HFK ganztägig
Besuch Künstlerhaus Bremen und Künstlergespräch von Fotograf Heinz Knes
 
 
19.11 Einzelgespräche (online)
 
 
26.11 Plenum an der HFK
 
 
7.12 – 10.12: Workshop an der Jacobsuniversität zusammen mit Künstler Brody Condon (siehe unten)
 
 
17.12 Plenum / Einzelgespräche (online)
 
 
7.1 Einzelgespräche mit James ( tba)
 
 
14. 1 Plenum (online) /Einzelgespräche  (evtl an der HFK)
 
 
21. 1 Einzelgespräche mit Rosa und James (tba) 
 
2.2 Vortrag von Irina Gheorge
evtl worshop noch im Wintersemester mit ihr
 
 
4.2 Plenum an der Hfk
Das Workshop Bild und Emotion, in Zusammenarbeit zwischen dem Künstler Brody Condon und HfK Bremen Professorin Rosa Barba untersucht die unsichtbaren Zustände, die unserer Erfahrung mit Bildern zugrunde liegen. Der forschungsbasierte dreitägige Workshop konzentriert sich auf die verkörperte und dematerialisierte Natur der menschlichen Bildverarbeitung und des menschlichen Affekts, sowie auf die Werkzeuge und Verfahren, die für den Zugang zu Daten über diese Prozesse verwendet werden. Inhaltlich schließt somit das Vorhaben an die Schwerpunkte der Professur für Erweiterte Ideen von filmischen Räumen und konzeptuelle Fotografie an, Prozessualität und Multisensorialität in der Erfahrung mit und Erschaffung von (bewegten) Bildern zu erforschen und bewusst in eigene künstlerische Arbeitsverfahren einzusetzen. Durch gezielte Beobachtung und Abwandlung entsprechender experimenteller psychologischer Methoden wird der Workshop ein ästhetisch fokussiertes Experiment hervorbringen, das in Zusammenarbeit mit Studierenden der HfK
Bremen in Absprache mit Forschenden des Fachbereichs Psychologie der Jacobs University durchgeführt wird. Angestrebt werden soll so ein neuer Diskurs über die Wechselwirkung innerer Zustände und ihrer visuellen Artikulierung, welche schon immer Gegenstand bildender Kunst sind. Durch die Einbeziehung psychologischer Methoden können Ansätze herausgearbeitet werden, welche nachhaltig die Auseinandersetzung und auch Vermittlung bildender Kunst anregen können, an der HfK wie darüber hinaus.
 
 
Die Praxis des Künstlers Brody Condon (geb. 1974, Mexiko), weist ein anhaltendes Interesse an Erlebnisästhetik in Wechselwirkung mit Psychologie. Ziel seiner Arbeit ist es, dem teilnehmenden Subjekt einen kritisch-reflektierenden Zugang zu einem spezifischen Erfahrungsspektrum zu bieten. Eben jenen Zugang verfolgt auch die von Rosa Barba geleitete Klasse an der HfK Bremen.
Für dieses Projekt sind folgende DozentInnen aus der Abteilung für Psychologie der Jacobs University bereits kontaktiert worden: Prof. Ahmed Karim: untersucht die direkte transkranielle Kortex-Stimulation zur Modifizierung von Bildern auf Bildschirmen / Radwa Khalil: Untersucht psychologische Fragen aus einer sozioökonomischen Perspektive sowie Verbindungen zwischen Kreativität und Kognition / Prof. Ben Godde: Erforscht die Plastizität der kortikalen Informationsverarbeitung sowie höhere kognitive Funktionen beim Menschen / Xlab unter Leitung von Arvid Kappas: untersucht Emotionen und die damit verbundenen psychophysiologischen Prozesse.
 
 
 
 Künstler im Labor
 
Es gibt zahlreiche Beispiele von KünstlerInnen und HandwerkerInnen, die in den Laboren der Psychologie gearbeitet haben. Barbas künstlerische Praxis hinterfragt die multisensorialen – kognitiven wie sozialen – Bedingungen in der Erschaffung und Wahrnehmung von Bildern; die unsichtbaren Strukturen an der Basis visueller Räume. Das vermeintlich unsichtbare und sich ständig verändernde Material, das wiederum Condon bei seinen eigenen Beobachtungen im Labor fand, stellte sich als ein besonderes Wesen heraus. Diese Objekte digitaler Natur sind in
verschiedenen Programmiersprachen verkörpert, in automatisierten Injektionsalgorithmen für dissoziative Medikamente, Experimentablaufdiagrammen, Datenstrukturen. Der Messinghandwerker oder Kameramann wurde durch den Informatiker, den Interaktionsdesigner und den Datenanalytiker ersetzt.
 
 Ethik der Partizipation
 
Diese künstlerischen Methoden, insbesondere wenn sie in einem sozialkünstlerischen oder klinisch-psychologischen Kontext angewandt werden, stehen vor dem Dilemma, den Teilnehmenden und unterstützenden Institutionen die Anwendung ethischer Verfahren zu beweisen und zu gewährleisten, während die alchemistischen künstlerischen Qualitäten der Unsicherheit und Unvorhersehbarkeit erhalten bleiben. Die Verwendung traditioneller Bewertungsstrategien zur Bestimmung von Wirkung und Sicherheit untergräbt oft genau die Ergebnisse, die sie zu kritisieren beabsichtigen. Vor diesem Hintergrund werden alle teilnehmenden Gruppenbegegnungen in Absprache mit einem ausgebildeten Psychologen erstellt und es wird erwartet, dass sie sich an die Ethik- und Datenschutzprotokolle halten, wie sie von den kooperierenden Forschern definiert wurden.
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Datum

Dez 17 2020

Uhrzeit

10:00 - 13:00