Das Werk und der Text
Lehrende: Radek Krolczyk
Termine:
Der Kurs findet ab dem 20. 4. Montags zweiwöchig von 11 -13 Uhr in der Galerie, eine Einführungsverantaltung am 14. 4. um 12.15 Uhr statt. Im Anschluß besteht nach Anmeldung die Möglichkeit einer Sprechstunde in der Fragen der Professionalisierung erörtert werden können.
Ort:
K‘ – Zentrum Aktuelle Kunst
Alexanderstraße 9b
28203 Bremen
Veranstaltungsbeschreibung:
Das Werk und der Text
Das Seminar soll den Studierenden der freien Kunst einen Einblick in die professionelle Praxis sprachlicher und schriftliche Reflektion künstlerischer Arbeit geben.
Kunst entzieht sich sowohl der völligen sprachlichen Fixierung als auch einer restlosen Deutung. Sie zeichnet sich durch Inkommensurabelität aus, niemals geht sie in einer Erklärung auf, immer bleibt ein unerklärbarer Rest der sich entzieht.
Dennoch sind Sprache und Schrift die wohl präzisesten Mittel um Kunst zu erfassen, um sich mit ihr auseinanderzusetzen und sie zur Disposition zu stellen. Gleichzeitig dienen Sprache und Schrift der Vermittlung künstlerischer Werke über den direkten Kontakt zwischen Werk und Betrachter hinaus. Es muss möglich sein, jemandem die Vorstellung von einem Werk zu vermitteln, das nicht anwesend ist. Um ein Werk historisch zu sichern, es zu erforschen und ihm seinen Platz in der Kunstgeschichte zuzuweisen, braucht man notwendigerweise Sprache und Schrift.
Praktisch gewinnt die Notwendigkeit der schriftlichen Vermittlung des eigenen Werkes für Künstlerinnen und Künstler, wenn es um die Professionalisierung der eigenen Arbeit geht.
In einem Portfolio vermitteln sich Aufnahmen oder Skizzen von Werken selten von selbst, es bedarf oftmals erklärender oder beschreibender Texte. Bei Bewerbungen um Stipendien und Residencies aber auch im Gespräch mit Kuratoren, Galeristen oder Journalisten ist es von Vorteil, wenn man erklären kann, was man tut. Gleichzeitig schärft sich so auch der Blick auf das eigene Werk.
Ein besonderer Schwerpunkt wird auf der Entwicklung des Artiststatements liegen.
Im Seminar sollen gemeinsam mit den Studierenden verschiedene Möglichkeiten der Beschreibung und Diskussion von Kunst besprochen werden. Dabei werden sowohl literarische Texte, als auch verschiedene journalistische Formate besprochen.
Gemeinsam sollen mit dem Kurs Besuche in Ausstellungen unternommen werden, um im Gespräch Strategien zu erproben, wie über Kunst gesprochen, später dann auch geschrieben, werden kann. Bei Atelierbesuchen soll die Auseinandersetzung mit dem Werk anderer Künstlerinnen und Künstlern erprobt werden. Letztendlich soll es auch um die sprachliche und schriftliche Verhandlung der eigenen Arbeiten der Kursteilnehmer gehen.
Als Autor der regelmäßig zu Kunstthemen für verschiedene Zeitungen und Zeitschriften schreibt und Galerist, wird der Dozent den Studierenden als Gesprächspartner für Fragen zu beiden Bereichen, die letztlich mit ihrer eigenen Professionalisierung zusammenhängen, zur Verfügung stehen.
Eine offene Sprechstunde zu speziellen Fragen des Kunstmarktes und der Kunstvermittlung findet bei Bedarf im Anschluss an die Lehrveranstaltungen statt.
